1985 entschloss sich Hans Schwörer – Inhaber einer der führenden Fertighausherstellerfirmen – die Informationen seiner Hauskonstrukteure automatisch der Fertigung zur Verfügung zu stellen.
Zu diesem Zeitpunkt waren jedoch die dazu erforderlichen Werkzeuge nicht ausgereift genug, um diese Idee zu verwirklichen. Es fehlte ein schlagkräftiges 3-D CAD-Programm das auf die Bedürfnisse der Hauskonstrukteure zugeschnitten war. Die Steuerungen an den Fertigungsmaschinen fehlten zum Teil oder befanden sich in einem frühen Entwicklungsstadium. Darüber hinaus waren keine Schnittstellen zum Datentransport definiert.

Der schwäbische Unternehmer wartete nicht ab, sondern sorgte selbst für die notwendigen Randbedingungen. Hans Schwörer gründete den Unternehmensbereich Schwörer Computer. Ein Spezialteam aus Informatikern und Bauingenieuren programmierte ein CAD-System und baute die zum Softwareablauf notwendigen Workstations. Die Truppe stellte die ideale Verbindung von Praktikern und Theoretikern dar. Die Idee des rechnerunterstützten Informationstransfers nahm Gestalt an.

Es war ein weiter und steiler Weg für die Spezialisten. Doch sie griffen mit viel Begeisterung die Aufgaben an. Schritt für Schritt.

In Zusammenarbeit mit einem Fertigungsmaschinenhersteller wurde eine Schnittstelle zwischen Konstruktionsinformationen und Maschinenansteuerungen erstellt. Sie entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zur Standardschnittstelle in der Fertighausindustrie. Darüber hinaus entstand ein Leitsystem, das die Konstruktionsdaten verwaltet, analysiert, ordnet, prüft und optimiert an die Fertigung weiterleitet.

Denn es galt nicht nur, Konstruktionszeit einzusparen und Konstruktionsfehler zu vermeiden, es musste parallel dazu auch eine Material- und Durchlauchzeitoptimierung im Fertigungsbereich erfolgen. Diese vielseitigen Zusatzaufgaben verdrängten der Hardwareherstellung. Da die Rechnerhersteller große Entwicklungsschritte lieferten, wurden externe Rechner verwendet. Die Konzentration fokussierte sich auf die für die Fertighausindustrie ausgerichteten Softwarepakete.

Der beste Härtetest liegt immer in der Anwendung, an der Front für die Kunden. Die Softwareprodukte bewährten sich.

So entschlossen sich die Verantwortlichen 1995 folgerichtig, die schlagkräftige EDV-Mannschaft auszugründen und eine unabhängige Firma aufzubauen. Es war die Geburtsstunde der Firma granIT GmbH.

Die Firma

granIT GmbH grafische und numerische Informationstechniken

wurde im Herbst 1995 ins Handelsregister aufgenommen.

Sie übernahm alle Programmrechte der Schwörer Gruppe und konnte sich frei auf dem Markt bewegen. Die Firma erhält sich diese Unabhängigkeit. Dafür stehen die heutigen Gesellschafter, Johannes Schwörer Geschäftsführer der Firma Schwörer Haus KG und der Geschäftsführer der granIT GmbH, Wolfgang Bock.

Der Strategie der automatischen Verknüpfung von Konstruktion und Fertigung folgte zwangsläufig der Wunsch nach der Informationsübergabe vom Verkaufsgespräch bis zur Montage und Hausabnahme.

Die stetig wachsenden Anforderungen der Fertighaushersteller spülten eine Menge Wünsche in die Softwareschmiede. Die Softwareentwicklungen gingen weiter, immer in dem bereits bewährten Muster, in enger Zusammenarbeit mit den Anwendern.

EDV–Hilfe im Fertighausbau erfordert eine EDV-Landschaft, die den Informationstransport vom Verkaufsgespräch bis zur Hausabnahme abdeckt. Deshalb programmieren die „granIT´ler“ auch Maschienensteuerungen.

Im Gestaltungsprozess eines Bauvorhabens werden immer mehr Informationen gesammelt und geordnet dem nächsten Arbeitsschritt zur Verfügung gestellt. Eine der zentralen Herausforderungen war die Verknüpfung von Verkaufssystemen, Konstruktionssystemen und ERP-Systemen. Innerhalb der Programmsysteme werden die Informationen auf Kompatibilität und Eindeutigkeit geprüft und so bereitgestellt, dass Spezialprogramme angedoggt werden können.

Die Firma granIT erledigt diese Aufgaben.

Sie stellt sich auch in Zukunft gerne den Anforderungen die durch die Weiterentwicklung des Produkts „Haus“ auftreten.